Kleinigkeiten

In der letzten Zeit habe ich nicht wirklich viel gestrickt, ein paar kleinere Projekte habe ich aber dennoch (fertig) gemacht. Zum einen die im alten Jahr angefangenen Socken…
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… und zum anderen das erste Strickprojekt des neuen Jahrs, eine neue Mütze für meine Schwester, als Ersatz für die, die sie kurz vor Weihnachten verloren hat:
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Die Mütze ist wieder aus der Merino Extrafine 285 Lace und nach der Anleitung von Schachenmayr von oben nach unten gestrickt, bis zum Ende der Zunahmen auf dem Nadelspiel und danach dann mit der kurzen Rundstricknadel. Beim ersten Abketten hatte ich ein bisschen zu fest gestrickt, wodurch der Saum ziemlich eng geworden ist, aber nachdem ich ihn nochmal aufgemacht und etwas lockerer neu abgekettet habe, passt die Mütze jetzt perfekt – und Schwesterchen freut sich riesig 🙂

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Wie die Zeit vergeht

Da ist es nun also, das Jahr 2018. Zeit für einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Und um zur Abwechslung einmal von hinten anzufangen, zuerst das Fazit meines erstes NaRuMos, den ich in meinem letzten Eintrag ja lang und breit erklärt hatte.

Um es kurz zu machen, meine Erfolge dabei waren eher… spärlich gesät. Man könnte auch sagen, dass ich gnadenlos an meinen eigenen Erwartungen gescheitert bin. Wie so oft hatte ich mir in der Euphorie der anfänglichen Motivation ja so einiges vorgenommen, darunter auch ein paar Dinge, die mir so schon schwer fallen, wie das Schreiben oder die Aktivität im Austausch mit anderen. Dass sie mit dem NaRuMo quasi zur Pflicht wurden, hat es nicht wirklich einfacher gemacht und letzten Endes fühlte ich mich so sehr unter Druck gesetzt, dass bald gar nichts mehr ging.

Selbst die Lust am Stricken ist mir gründlich vergangen, und das war dann auch der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass ich wieder einmal in mein altbekanntes Muster, mich selbst mit hochgesteckten Erwartungen zu überfordern, verfallen war. Das hat mir doch ziemlich zu denken gegeben, hatte ich doch gedacht, dieses Muster dank der Therapie inzwischen durchschaut und auch durchbrochen zu haben. Tja, soviel dazu.

Einen möglichen Lösungsansatz für das Problem „hausgemachter Erwartungsdruck“ lieferte mir wieder einmal ein Buch, nämlich „Viel besser als gute Vorsätze“, in dem der Autor Stephen Guise die Strategie der Mini-Gewohnheiten und -ziele vorschlägt. Und mini ist dabei wirklich wörtlich zu nehmen, er selbst nennt es „lächerlich kleine“ Mindestanforderungen, die, täglich ausgeführt, langfristig dennoch zum Erfolg führen. Soweit zumindest die Theorie. Ob die Methode wirklich was bringt, werde ich sehen, einen Versuch ist es aber zumindest wert.

Generell habe ich im vergangenen Jahr viel Neues versucht, das Meiste davon auch durchaus erfolgreich. Ich bin auf Konzerte gegangen und konnte sie trotz meiner immer noch präsenten Ängste auch genießen, habe mir großteils meine Selbstständigkeit zurückerobert und bin inzwischen ein gutes Stück weiter als vor einem Jahr. Natürlich gab es 2017 auch Rückschläge und Dinge, die nicht so toll gelaufen sind, aber im Großen und Ganzen bin ich durchaus zufrieden.

Auch was das Stricken angeht, bin ich recht zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Zwar habe ich 2017 deutlich weniger gestrickt als im Jahr davor, es dafür aber viel mehr genossen. Ich bin nämlich meinem Vorsatz von letztem Silvester, wieder mehr für mich selbst zu stricken, treu geblieben und habe großteils wirklich nur für mich und zur Entspannung gestrickt. Über das Jahr verteilt habe ich etwa dreißig Projekte fertiggestellt und auch einige neue Dinge ausprobiert, zum Beispiel die Strickjacke mit Reißverschluss, die ich meiner älteren Schwester zum Geburtstag geschenkt habe.