NaRuMo und die Sache mit der Aufschieberitis

Der Titel meines heutigen Posts hat – nicht ohne Absicht – Ähnlichkeit mit einem Beitrag, den ich letztes Jahr um diese Zeit gepostet habe, allerdings geht es dieses Mal nicht um den National Novel Writing Month, sondern um den RuMo, den Rudel-Monat, der sich daran orientiert.

Erfunden hat den Rudel-Monat natürlich das Rudel – ein bunter Haufen schreib- und lesesüchtiger Leute, die sich in einem Forum zusammengefunden haben, um sich über gemeinsame Leidenschaften auszutauschen und einander anzufeuern. Unter anderem eben beim Rudel-Monat, in dem es – an den NaNoWriMo angelehnt – darum geht, innerhalb eines Monats eine Liste bestimmter Vorhaben abzuarbeiten.

Da bei mir ja ohnehin quasi alles nur mit Listen funktioniert, fand ich die Idee mit dem RuMo von Anfang an interessant, und nachdem ich dann einige RuMos der anderen Rudelmitglieder verfolgt hatte, war es fix, dass ich mich auch mal daran versuchen würde. Und da der NaNoWriMo auch dieses Jahr definitiv noch eine zu große Herausforderung ist, ist der diesjährige November eben mein NaRuMo.

Gut, soviel dazu, kommen wir zum eigentlichen Grund meiner Teilnahme, der Aufschieberitis. Ich neige ja leider stark dazu, Unangenehmes, Lästiges oder Dinge, vor denen ich Bammel habe, bis zum Geht-nicht-mehr aufzuschieben, was natürlich vor allem bei letzterem absolut kontraproduktiv ist. Um dem zumindest ein bisschen entgegen zu wirken, habe ich vor einiger Zeit angefangen, mir Wochenpläne zu erstellen, in die ich alles eintrage, was ich in der aktuellen Woche erledigen will – eben typisch Listenmensch.

Solange ich motiviert bin, funktioniert das auch wirklich gut. Aaaaaber. Hapert es mit der Motivation (was ja durchaus öfter vorkommt), kommt die Aufschieberitis wieder zum Vorschein und der Plan landet unbeachtet in der Ecke. Weiß ja schließlich keiner was davon außer mir, also geb ich mir auch keine Blöße, wenn ich mich nicht dran halte. Oder so.

Und da kommt der RuMo ins Spiel. Indem ich meinen Plan für den Monat im Forum poste, wird er sozusagen verbindlich, denn nun wissen die anderen ja davon. Und puscheln kräftig. Beides motiviert doch ziemlich und lässt der Aufschieberitis wenig Chancen, sich wieder breit zu machen –  wodurch ich mich quasi selbst ausgetrickst habe. Zumindest bin ich im Moment noch hochmotiviert, den RuMo auch bis zum Ende durchzuziehen. Mal schauen, wie es in zwei Wochen aussieht *g*

Nach dem ganzen Vor-Bla-Bla will ich euch den Plan selbst natürlich nicht vorenthalten, als kleines Beispiel dafür, wie so ein RuMo aussehen könnte. Also dann, ich will im November…

 

Das Geburtstags-Strickprojekt für Mama fertigstellen
Es sind noch ungefähr zwei Drittel der Jacke zu stricken, plus das Rundherum mit Zusammennähen, Knöpfe anbringen und Fäden vernähen. Bis spätestens Ende November will ich die Jacke komplett fertig haben, damit ich sie pünktlich zum Geburtstag Anfang Dezember überreichen kann.

Wieder regelmäßig schreiben
Soll heißen, jede Woche fixe Schreibzeiten einplanen und die dann auch einhalten. Außerdem, jede zweite Woche in der Schreibwerkstatt von Promente.

Mein Sozialleben wiederbeleben
Mehr rausgehen, regelmäßig unter Leute gehen. Im Detail, jeden Dienstag zur Strickrunde und Donnerstag zur English conversation-Gruppe gehen und mich jeweils auch aktiv einbringen. Außerdem den längst überfälligen Besuch bei einer Freundin in ihrem neuen Heim nachholen.

Wieder mehr fotografieren
Mindestens einmal pro Woche die Kamera schnappen und irgendwohin fotografieren gehen. Egal, ob Tierpark, Innenstadt, Ausflugsziel oder sonstiges. Eventuell auch kombiniert mit Punkt Sozialleben und der Fotogruppe von Promente beitreten.

Wieder mehr Lesen
In meinem Bücherregal warten unzählige Bücher darauf, endlich gelesen zu werden. Soll heißen, mindestens ein Buch pro Woche raussuchen und lesen.

Arzttermine vereinbaren 
Beim Hausarzt, um endlich mal wieder meine Blutwerte kontrollieren zu lassen. Beim Zahnarzt, um die ausgefallene Füllung zu ersetzen. Außerdem Kontrolltermine beim Frauenarzt und dem Augenarzt, nachschauen, ob alles in Ordnung ist bzw. die Brille noch der Sehstärke entspricht.

Generell aktiver werden
Und zwar sowohl offline, als auch online. Offline mit den oben angeführten Unternehmungen und Gruppen, und online in den Foren, in denen ich zum Teil schon ewig angemeldet, aber kaum aktiv bin.

 

 

Tja, das ist also mein erster RuMo. Mal schauen, was daraus wird. Ach ja, Puscheln ist übrigens das rudelinterne Anfeuern 🙂

 

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Pünktlich fertig geworden

…ist der im letzten Beitrag erwähnte Rollkragenpullover, nämlich gestern und damit genau zu Beginn des neblig-kalten Herbstwetters. Eva hat mir natürlich wieder geholfen, ihn zu fotografieren:

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Gestrickt ist der Rolli aus der Merino Extrafine 120 von Schachenmayr, in der Farbe Meerblau. Die Anleitung dazu stammt aus dem Schachenmayr-Anleitungsheft Merino Basic moments Nummer 19, ist von mir allerdings abgeändert worden – laut Anleitung wäre es nämlich eigentlich ein Ringelpulli.

Da ich dadurch aber nun nicht wusste, wie viel Wolle ich für einen unifarbenen Pullover brauchen werde, hatte ich sicherheitshalber ein paar Knäuel mehr gekauft. Letzten Endes habe ich sie aber gar nicht gebraucht, denn für Größe 36/38 habe ich insgesamt nur etwas über 500 g verstrickt. Einen Teil der übrig gebliebenen Wolle (fast sechs Knäuel) habe ich bereits verarbeitet, zu einer zum Pullover passenden Mütze:

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Was ich mit den übrigen Knäueln weiß ich noch nicht so recht, vielleicht werde ich mir  irgendwann noch einen passenden Schal daraus stricken. Vorerst landen die Knäuel aber erst mal in der Restekiste, denn als nächstes ist jetzt erst mal wieder ein anderes Projekt dran – schließlich will das Geburtstagsgeschenk für Mama ja auch rechtzeitig fertigwerden!  : )